STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Der Verein für Stadtgeschichte ist frustriert

Celina Aniol
(aus: Märkische Allgemeine; 22.09.2021)

Der Verein für Stadtgeschichte ist frustriert Rheinsberger Ehrenamtler kritisieren, dass ihre Arbeit von der Stadt nicht genug gewürdigt wird-das Rathaus will nun nachbessern Von Celina Aniol Rheinsberg. Hans-Norbert Gast faltet die Karte auf. Er hat Mühe, das große, bunte und dicht bedruckte Blatt so zu halten, dass es alle im Saal sehen können. Ein riesiger Aufwand samt jahrelanger Forschung steckt dahinter, diese Informationsbroschüre zu entwickeln, sagt er zu den Rheinsberger Stadtverordneten und ihren Zuschauern. Dann legt er die Karte weg und nimmt ein anderes, kleines und ziemlich buchstaben- und bildblasses Blatt in die Hand und schwingt es in Gänze aufgefaltet in die Höhe-diesmal mühelos. „Und das haben wir jetzt: Das ist eine Lachnummer. " Sowohl die Gäste der Stadt, denen er den neuen Flyer präsentiert hat, als auch die Mitglieder des Vereins Stadtgeschichte, zu deren Vorstand er gehört, seien „entsetzt" über die neue Publikation der Stadt, erzählt Hans-Norbert Gast. Die Touristen, weil sie den kostenlosen Stadtführer nicht informativ finden. Die Vereinsleute, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Arbeit von der Stadt nicht gewürdigt wird. Und weil ihr Name darunter prangt, ob-wohl die Stadt den Auftrag für die Neuerscheinung ohne Rückfrage an ein fremdes Büro vergeben hat, als der bisherige Stadtführer vergriffen war. Auch an anderen Punkten sei der Frust der Vereinsmitglieder groß, berichtet Gast in der Stadtverordneten-versammlung am Montagabend. Der erste Kritikpunkt: Vor längerer Zeit schon habe er die Stadt gebeten, Mitglied im Verein zu werden, so wie es von vielen anderen, Kommunen in vergleichbarer Konstellation praktiziert werde. Angebracht sei das auch, weil der Verein seit 15 Jahren oft auch Probleme abarbeite, um die sich eigentlich die Stadt kümmern müsste. Ein Feedback zur Bitte habe es aber bislang nicht gegeben, konstatierte Gast. Außerdem lasse die Stadt die von der Stadtgeschichte angeschobene Aktion zur Rettung von Ruhestätten. wichtiger Rheinsberger Persönlichkeiten seit Jahren unbearbeitet. Diese habe auf dem kirchlichen Friedhof der Kernstadt begonnen, sollte aber auch auf städtische Begräbnisflächen ausgeweitet werden. In die Voruntersuchungen dafür haben die Vereinsmitglieder viel Mühe gesteckt - werden aber seit Jahren von der Kommune bei dem Projekt im Ungewissen gelassen. Sie seien mittlerweile so frustriert darüber, dass sie nicht weiter daran arbeiten wollen. „Die Stadt Rheinsberg schätzt die Arbeit des Vereins ", versichert Frank-Rudi Schwochow. Dieser sei ein Aushängeschild der Stadt, betont er. Zu den Vorwürfen äußert sich der Bürgermeister allerdings mit keinem Wort. Er schlägt aber vor, dass sich ein Fachausschuss mit den Problemen in seiner nächsten Sitzung befassen soll. „Dort können wir am besten besprechen, wie wir es in Zukunft anders und besser machen können. " So ganz will es Freke Over nicht auf sich bewenden lassen. Der Chef des Ausschusses für Kultur und Tourismus, in den der Problemberg verschoben wurde, fordert Schwochow dazu auf, zumindest dort noch einmal darzulegen, wie es zu der Panne mit dem kostenlosen Stadtführer kommen konnte. Er habe auf die Kritik zu den Flyern nicht in der Sitzung eingehen können, weil das nicht über seinen Tisch gegangen sei, erklärt Frank-Rudi Schwochow am Dienstag auf MAZ-Anfrage. Er werde das aber noch recherchieren. Fest stehe aber, dass das „unschön gelaufen" sei. „Und dass der Flyer des Stadtgeschichtevereins deutlich besser ist, ist unstrittig. " Ob die Stadt Mitglied des Vereins wird, das müsse politisch entschieden werden, so der Verwaltungschef, der privat der Initiative angehört. Denn dann könnten das auch andere Organisationen fordern - die oft auch allen Grund dazu hätten, wie etwa der Fußballverein, der hervorragende Jugendarbeit leiste. Finanziell unterstütze die Kommune die Stadtgeschichte-Macher ohne-hin - zuletzt mit fast 15 000 Euro für ihre neue Sammlung. Bild oben: Viele Rheinsberger engagieren sich im Verein Stadtgeschichte. Die Stadt würdigt diese Arbeit aber zu wenig, finden sie. Kommentar links: Das der Flayer der Stadtgeschichtevereins deutlich besser ist, ist unstrittig Bild neben rechts: Der Verein stellt alles aus, was mit Rheinsberg zu

 
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