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Wegemuseum aktualisiert seine Ausstellung und plant weiter

Alexander Beckmann
(aus: Märkische Allgemeine; 15.05.2021)

Wegemuseum aktualisiert seine Ausstellung und plant weiter Das Haus am Wusterhausener Markt gehört zu den vier Empfängern des „Soforthilfeprogramms Heimatmuseen 2021" in der Region Von Alexander Beckmann Wusterhausen. Vier Museen im Branden-burger Nordwesten erhalten Bundesmittel aus dem „ Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2021" . Mit von der Partie ist das Wusterhausener Wegemuseum. Inklusive eines 25-prozentigen Eigenanteils geht es für das kommunale Haus um 25 00 Euro.Museumsleiterin Katharina Zimmermann weiß längst, was sie mit dem Geld anfangen will. „Unser Haus steht jetzt seit zehn Jahren", erklärt sie. „Da sieht man sich natürlich auch so eine Dauerausstellung mal an. Die kommt zwar nach wie vor bei den Besuchern gut an, aber sie könnte natürlich mal aktualisiert werden. " Schließlich habe die Forschung im vergangenen Jahrzehnt nicht geruht. Die Idee, Geschichtsinteressierten mehr Digitales und mehr Mobiles anzubieten, verfolgt Katharina Zimmermann schon seit Längerem. Motto: „ Wegemuseum to go " . „ Das ist ja ein Wegemuseum und sollte also auch unterwegs zu erleben sein" , findet sie. Eine Idee besteht in einem digitalen Stadtspaziergang, der speziell die vielfältigen archäologischen Befunde in Wusterhausen näher beleuchtet. „Es wird auch ein Begleitheft geben. " Dazu sollen Objekte aus dem eigenen Depot und vor allem auch Stücke, die in auswärtigen Beständen eine Bleibe gefunden haben, digital erfasst und für die Präsentation aufbereitet werden. „Wir wollen einen Grundstock anlegen, den wir dann immer weiter ausbauen. " Dank des Fördergeldes könnten dafür nun Fachleute engagiert werden. Zugleich ließe sich mit den Ergebnissen die Dauerausstellung im Haus am Markt ergänzen und aktualisieren, ist Katharina Zimmermann überzeugt. „ So, dass sie hoffentlich noch einmal zehn Jahre lang für Gäste interessant ist. " In den Stücken, die es nicht in die Ausstellung geschafft haben, sieht die Museumsleiterin sowieso großes Potenzial. „Das Depot ist ja der Hauptarbeits-ort eines Museums." Im nunmehr dritten Jahr verfolgt Wusterhausen sein Projekt „ Wege ins Depot" . Das brandenburgische Kulturministerium unterstützt das mit jährlich 16 000 Euro. „Da geht es darum, ein Konzept zu entwickeln. " Drei Schwerpunkte verfolgt das Wegemuseum. Es will die über viele Jahrzehnte angesammelten Bestände sichten, einordnen und in fach-gerechter Weise auf dem künftigen Wusterhausener Bildungscampus unterbringen. Außerdem spielt die Digitalisierung der Stücke eine ganz große Rolle. „Da haben wir gleich für die Region mitgedacht -zum Beispiel für das künftige Kyritzer Museum" , sagt Katharina Zimmermann. Schließlich sei vieles auch über Wusterhausen hinaus relevant. Ein guter Teil des Bestandes stamme nicht mal aus der Stadt. Wusterhausen beherbergte einst das Kreisheimatmuseum des Kreises Kyritz. Zugleich wolle man Leitfäden für die Inventarisierung und für digitale Museumsplattformen entwickeln. „ Wir machen das nicht nur für uns alleine. Ohne Kooperationspartner bringt das nichts. " Das gilt für den dritten Schwer-punkt ebenso: die Museums-pädagogik. Mit der Integration seines Depots in den Bildungscampus rund um die Grundschule will das Museum sowohl Kinder und Jugendliche ansprechen als auch die Erwachsenenbildung fördern und Zeitzeugenprojekte anstoßen. Ein wichtiger Partner sei dabei der örtliche Kulturverein. „ Museumsarbeit soll auch anderen Spaß machen." Von all dem abgesehen steht das Wusterhausener Wegemuseum inzwischen nach diversen Corona-Pausen wieder Besuchern offen -nach Terminabsprache. „Noch können wir nur eine begrenzte Anzahl von Leuten reinlassen. " Bildbeschreibung Zehn Jahre nach der Eröffnung des Wegemuseums denkt Leiterin Katharina Zimmermann an eine Aktualisierung. Platz wäre noch Drei weitere Museen erhalten Fördergeld Aus der Prignitz und Ostprignitz -Ruppin erhalten weiter drei Museen Förderung aus dem Soforthilfe-programm Heimatmuseen 2021". Das Museum im Kloster Stift zum Heiligengrabe 24.700 Euro, der Verein Stadtgeschichte Rheinsberg 24.500 Euro und die Museumsfabrik Pritzwalk 20.200 Euro. Die Maßnahmen werden gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien(BKM) laut Beschluss des Bundestages.

 
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