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Das ungenutzte Potenzial der ökologischen Landwirtschaft

Jürgen Rammelt
(aus: Ruppiner Anzeiger; 26.04.2021)

Das ungenutzte Potenzial der ökologischen Landwirtschaft
Umweltschutz Der Bedarf an nachhaltig erzeugten Lebensmitteln ist größer als das in der Region hergestellte Angebot.
Der Bedarf an Lebensmitteln aus ökologischem Anbau in Berlin kann seit Jahren nicht gedeckt werden. Der Leiter des Naturparks Stechlin Ruppiner Land, Dr. Mario Schrumpf, wirbt deshalb dafür, dass mehr Landwirte umstellen. Damit könne auch das Problem des schwindenden Grundwassers behoben werden. Welche Möglichkeiten Landwirte haben, wurde jüngst beim vierten Landwirtschaftstag erörtert. Nach drei extremen trockenen Sommern in Folge klagen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe über schwindendes Grundwasser. Der Landschaftspflegeverband Prignitz-Ruppiner Land, der Naturpark Stechlin Ruppiner Land und der Mineralwasserhersteller Preußenquelle Rheinsberg wollen zusammen mit Landwirten aus der Region durch mehr ökologischen Landbau das Wasser schützen. Unterstützung erhalten sie dabei auch vom Land. „Gerade bei uns in Brandenburg, mit den ertragsschwachen Böden und den starken klimatischen Veränderungen einerseits und dem großen Berliner Markt andererseits, kann der ökologische Landbau eine Zukunftsperspektive für viele Betriebe bieten“, so Landwirtschaftsministerin Silvia Bender. Doch bisher wird das Potenzial des Berliner Marktes kaum genutzt. Der Großhändler Meinrad Schmitt, Geschäftsführer der Terra Naturkost Handels KG, würde gern mehr Ökoprodukte aus Brandenburg abnehmen. „Das Grundproblem, dass der Berliner Markt mit Erzeugnissen aus Brandenburg nicht gedeckt werden kann, besteht seit Jahren“, sagt Naturparkleiter Mario Schrumpf. Deshalb ist beim Landwirtschaftstag auch über die Fördermöglichkeiten für Agrarbetriebe informiert worden. „Wir wollen auch Kontakte zwischen Herstellern und Abnehmer schaffen“. So Schrumpf. Einige Betriebe in der Region haben auch die Chancen bereits erkannt. Wie Schrumpf sagt, haben beispielsweise die Agrargenossenschaften in Braunsberg und Rheinsberg Teilbetriebe für ökologische Landwirtschaft gegründet.

 
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