STADTGESCHICHTE RHEINSBERG  e. V.
 
 
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Geschichte zum Verschenken

(aus: Ruppiner Anzeiger; 23.11.2020)

Geschichte zum Verschenken
Der Jahreskalender des Rheinsberger Vereins Stadtgeschichte steht in 14. Auflage zum Verkauf.
Die alljährlichen Kalender des Vereins Stadtgeschichte Rheinsbergs ist beliebt. Sie hängen in Büros, in Arztpraxen und Wohnungen und werden auch oftmals deutschlandweit verschickt. Besonders Familien, deren Kinder in die weite Welt verzogen sind, nutzen die Möglichkeit, ihrem erwachsenen Nachwuchs eine Erinnerung aus der Heimat zukommen zu lassen. Und es gibt Rheinsberger, die stolz darauf sind, alle bisher erschienenen Kalender als Sammelobjekte zu besitzen. Um die inhaltliche und textliche Gestaltung des Kalenders, der inzwischen in der 14. Auflage erschienen ist, kümmert sich eine aus Vereinsmitgliedern bestehende Arbeitsgruppe. Allerdings, da das zwölfseitige Bilderwerk jedes Jahr einem speziellen geschichtlichen Thema gewidmet sein soll, ist es gar nicht so einfach, immer wieder ein neues Motiv zu finden. Da sich aufgrund der Corona-Pandemie die Mitglieder des Geschichtsvereins im ersten Halbjahr 2020 etliche Wochen nicht treffen konnten, gestaltete sich die Erstellung des Kalenders in diesem Jahr besonders schwierig. Doch sei es inzwischen Geschichte, freut sich Sandra Bothe, die Leiterin der Gruppe. Unter dem Motto „EPW, KFL, KKW- Industriekultur in Rheinsberg“ steht das Ergebnis jetzt in gedruckter Form zum Verkauf. „Man könnte meinen, dass uns irgendwann mal die Themen ausgehen“, berichtet Jörg Möller, der Vereinsvorsitzende. Aber dem ist nicht so. Für das Jahr 2021 haben sich die Hobbyhistoriker etwas spezielles ausgedacht: Der Verein Kulturland Brandenburg mit Sitz in Potsdam hatte sich das Motto „Brandenburg neu entdecken. Mit uns!“ auf die Fahnen geschrieben. Um dieses Vorhaben abwechslungsreich zu gestalten, heißt das Thema im kommenden Jahr „Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Brandenburg“. „Diesem brandenburgischen Thema haben wir uns angeschlossen“, so Möller. „Wir empfehlen es als eine Herausforderung, denn Industrie befindet sich ja meist nur in größeren Städten. Beim genaueren Hinschauen wurde aber erkennbar, dass es auch in der Geschichte unsere Stadt viel zu entdecken und zu berichten gab“. So geht es in den zwölf Monatsblättern um die Industrie in Rheinsberg, die in früheren Jahren nicht unwesentlich zum Wachstum und zur Entwicklung der Stadt beigetragen hat. Es ist ein interessanter Exkurs in die Geschichte, denn wer weiß schon, dass es neben der Herstellung des Arzneimittels Carmol, der Produktion von Keramik und Steingut auch eine Seifenfabrik, mehrere Brauereien, eine Likörfabrik und eine Firma, die optische Geräte herstellte, gab. Ebenso findet im Kalender die Wassermühlentechnik, das örtliche Bauwesen mit einer Ofenfabrik, eine Ziegelei und Kalkbrennerei sowie die Holzindustrie Berücksichtigung. Neben der Forstwirtschaft gab es Sägewerke und holzverarbeitende Firmen. Aber auch die elektronische Industrie mit dem Betriebsteil der Elektro – Physikalischen Werke Neuruppin (EPW), das Kernkraftwerk sowie die Geschichte der Maschinen – Ausleih – Station (MAS), die später als Kreisbetrieb für Landtechnik (KFL) firmierte, gehören zur Industriegeschichte der Stadt. Auch in diesem Jahr haben zahlreiche Unternehmen, Betriebe und Institutionen, das Projekt mit einer Spende unterstützt, sodass der Kalender genau wie in der Vergangenheit zum Preis von 9 Euro verkauft werden kann. Erhältlich ist er ab dieser Woche in der Tucholsky – Buchhandlung, der Bäckerei Läge, beim Heimatverein in der Rhinpassage und in der Tourist-Information.

 
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