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Bunte Nacht in Rheinsberg – Prinzenstadt feiert mit hunderten Besuchern 20 Jahre Stadtsanierung

Eckhard Bartel
(aus: Ruppiner Anzeiger; 23.08.2010)

RHEINSBERG
In rot, blau und grün erstrahlten die Häuser in Rheinsberg am Samstagabend. Mit der Aktion „Rheinsberg erstrahlt“ feierte die Stadt das 20. Jahr der Stadtsanierung.

Es war ein lauer Sommerabend. Rheinsberger und Gäste der Stadt fanden sich am Abend zunächst auf dem Kirchplatz ein, um die Eröffnung der ersten „Rheinsberger Lichternacht“ in der St. Laurentiuskirche zu erleben. Hausherr Pfarrer Lothar Wittkopf ergriff dabei als erster das Wort. Er brachte seine Freude über die nun von außen fertig restaurierte Kirche zum Ausdruck und hofft auf eine zündende Idee, um auch für die Innensanierung des Gotteshauses an die entsprechenden Gelder zu kommen. „ Viele Rheinsberger“, so Wittkopf, „werden sich bestimmt daran erinnern, wie es in der Stadt vor 20 Jahren aussah und was in dieser Zeit vollzogen worden ist.“

Vor knapp 20 Jahren, am 18. Oktober 1990, beschlossen die Stadtverordneten eine Untersuchung für die Notwendigkeit einer Sanierung. Es dauerte nicht lange, dass vom Land die ersten 2,1 Millionen Mark an Fördermittel ausgereicht wurden. Bis heute flossen 19 Millionen Euro in die historische Innenstadt.

Peter Wegner von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) schlussfolgerte, dass man mit Recht von einer bisher erfolgreichen Sanierung sprechen könne. Er erinnerte an die Fertigstellung der Uferpromenade, etlicher Häuser in der Schlossstraße, und an die Alte Schule in der Seestraße 1, die jetzt als Heim für betreutes Wohnen genutzt wird. „Seit der Festlegung des Sanierungsgebietes der Stadt, am 30. Januar 1993, hat sich viel getan und wir brauchen weiterhin neue Ziele“, stellte er fest.

Und diese Ziele sind bereits vorhanden. Zum Beispiel die Remise am Marstall, zuletzt Garage der Rheinsberger Feuerwehr. Sie wartet dringend auf eine Sanierung und soll bereits in einem Jahr hergerichtet sein und eine Ausstellung zur Sanierung in Rheinsberg beherbergen.

„Die Idee, mit einer Lichtinstallation die bisher sanierten Gebäude und auch die noch anstehenden Objekte hervorzuheben stammt von Peter Wegner“, berichtete Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU). Wegner konnte dafür Petermichael Metzler gewinnen. Metzler hatte bereits öfter mit Lichtinstallationen für die DSK gearbeitet

Nach der Eröffnung in der Kirche zogen hunderte Menschen durch die Stadt und bewunderten die in verschiedenen Farben angestrahlten neuen Fassaden der restaurierten Häuser. Fragen zu Kosten, Aufwand, Fördermöglichkeiten und denkmalgerechter Sanierung wurden bei einem Rundgang beantwortet. Viele Fotoapparate blitzten, Erinnerungen an den vorherigen Zustand der Objekte kamen auf und die Hoffnung auf weitere Erfolge.

Das Interesse war groß und allseits hörte man Lob zum bisher Erreichten. Auch Gebäude, die in nächster Zeit saniert werden sollen, wurden in farbiges Licht getaucht. Da sind zum Beispiel das Hotel Stadt Berlin in der Seestraße, vielen vielleicht eher als ehemalige Berufsschule bekannt. Oder, in unmittelbarer Nachbarschaft, das ehemalige Hotel Kronprinz, das zuletzt als Altersheim genutzt wurde.

Das frühere Stadtbild wurde den Rheinsbergern in einer Großbildprojektion am Kirchplatz präsentiert. Ansichten aus dem Bestand des Vereins Stadtgeschichte Rheinsberg vermittelten ihnen einen Eindruck vom früheren Aussehen ihres Ortes.

Bis weit in den späten Abend herrschte in den Straßen der Stadt reges Treiben. Auf dem Kirchplatz waren Tische und Bänke dicht besetzt und es ließ sich an diesem herrlichen Sommerabend bei Bier, Wein und Bratwurst sehr schön aushalten. Gegen Mitternacht fand dieser Abend in einem kleinen aber feinen Feuerwerk seinen krönenden Abschluss.

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Vor der illuminierten Kirche St. Laurentius (links) begann für viele Rheinsberger der Lichterabend. Er führte sie anschließend vorbei an zahlreichen Gebäuden, wie das an der Kirchstraße 1 (rechts), die in den vergangenen 20 Jahren saniert wurden.
Fotos (5): Bartel

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Ebenfalls in Lichterglanz gehüllt, das Haus an der Schlossstraße 1. Dort wurden zahlreiche Häuser wieder chic gemacht.

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Licht aus – Spot an: So hieß es am Samstagabend.

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Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) begrüßte die Gäste.

 
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